Wir pflanzen Gesundheit.

Abgrenzung zu anderen Präparaten

Nicht alles, was pflanzliche Bestandteile enthält, zählt zu den Phytopharmaka.

Synthetisch-chemische Arzneimittel
Wird ein einzelner Wirkstoff aus pflanzlichem Material isoliert, so handelt es sich nicht um ein Phytopharmakon, sondern um ein chemisch-synthetisches Arzneimittel. So ist Atropin, das unter anderem zur Erweiterung der Pupillen bei Augenuntersuchungen eingesetzt wird, ein „normales“ synthetisches Arzneimittel.

Synthetisch-chemische Arzneimittel enthalten außerdem meist nur einen oder wenige Wirkstoffe. In Phytotherapeutika sind hingegen viele verschiedene Einzelsubstanzen enthalten, die meist erst in ihrer Kombination die gewünschte Wirkung entfalten.

Komplementärmedizinische Therapieformen
Homöopathische Arzneimittel, Bachblüten, anthroposophische Arzneimittel und dergleichen zählen ebenfalls nicht zu den Phytopharmaka, auch wenn diese oft aus Pflanzen oder Pflanzenteilen hergestellt werden. Sie haben ein anderes Wirkprinzip. Außerdem kommen beispielsweise in der Homöopathie auch tierische und mineralische Ausgangsstoffe zur Anwendung.

Nahrungsergänzungsmittel
Nahrungsergänzungsmittel dienen ausschließlich der Ergänzung der normalen Ernährung und keinesfalls der Verhütung, Linderung oder Heilung von Krankheiten und sonstigen körperlichen oder seelischen Beschwerden. Sie sind daher auch dann nicht zu den Phytopharmaka zu zählen, wenn sie ausschließlich pflanzliche Extrakte enthalten.

Hier ist außerdem Vorsicht geboten. Nahrungsergänzungsmittel unterliegen nicht den strengen Zulassungskriterien und Kontrollmechanismen von Arzneimitteln, denn sie unterliegen nicht dem Arzneimittelgesetz sondern dem Lebensmittelgesetz. Die Menge der wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe kann durchaus von Charge zu Charge variieren. Außerdem sind hier meist geringere Wirkstoffmengen enthalten als in zugelassenen Arzneimitteln.

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