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Geschichte der Phythotherapie

Die Pflanzenheilkunde ist eine der ältesten medizinischen Therapieformen. Das Wissen um die Heilkraft der Pflanzen erstreckte sich bereits in der Antike über alle Kontinente und Kulturen. Egal ob Griechen, Römer, Araber, Ägypter, Inder oder Chinesen, sie alle hatten ihren speziellen Schatz an Heilkräutern.

Eines der ältesten heute bekannten medizinischen Werke Europas ist die Materia medica des griechischen Arztes Dioskurides aus dem 1. Jahrhundert. Darin beschreibt er überwiegend pflanzliche, aber auch mineralische und tierische Heilmittel. Die Materia medica war das wichtigste antike Werk für die Klostermedizin, die 527 mit der Gründung des ersten Klosters auf dem Monte Cassino ihren Anfang nahm. Wichtigste Aufgabe der Mönche war die Krankenpflege. Papst Gregor der Große weitete diese Verpflichtung im 6. Jahrhundert auf alle katholischen Orden aus.
Kaiser Karl der Große ging noch weiter. Er verpflichtete die Klöster per Gesetz dazu, Kräutergärten anzulegen. Zu den vorgeschriebenen Pflanzen zählten unter anderem Salbei, Minze, Wermut, Fenchel und Schlafmohn.

Ihren Höhepunkt erreichte die Klostermedizin im 12. Jahrhundert mit Hildegard von Bingen. Sie sammelte nicht nur die Erfahrungen früherer Zeiten, sie erweiterte dieses Wissen auch um Pflanzen, die bis dahin noch nicht zu den Heilpflanzen zählten. Eine davon ist Calendula officinalis (Ringelblume), die bis heute in vielen Hautsalben verwendet wird.

Doch auch außerhalb der Klostermauern sammelte man heilendes Wissen. Die sogenannte Volksmedizin kannte die positive Wirkung unterschiedlicher Heilpflanzen ebenfalls. Dieses Wissen zu Heilmethoden und Heilmittel wurde von Generation zu Generation weitergegeben.

Im späteren Mittelalter wurden dann die ersten medizinischen Universitäten gegründet. Die Erkenntnisse aus den Klöstern und aus der Volksmedizin flossen in die neuen Lehren ein. Dass die Wirkstoffmenge das Maß aller Dinge ist erkannte jedoch erst Paracelsus (1493-1541). Er sagte: „Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“

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