Wir pflanzen Gesundheit.

Moderne Phytotherapeutika

Laut WHO Definition sind Phytopharmaka Arzneimittel, „deren wirksame Bestandteile ausschließlich aus pflanzlichem Material bestehen, wie beispielsweise Pflanzenpulver, Pflanzensekrete, ätherische Öle oder Pflanzenextrakte.“

Pflanzen sind, mit nüchternem pharmazeutischem Blick betrachtet, „Mehrstoffgemische“. Sie enthalten also eine Vielzahl an chemischen Substanzen. Genauso verhält es sich folglich mit den aus ihnen hergestellten Phytotherapeutika. Ihre Wirkung beruht auf dem Zusammenspiel dieser verschiedenen Inhaltsstoffe.

Bei Arzneimitteln mit standardisierten Wirkstoffextrakten wird in der Herstellung darauf geachtet, dass in jeder Arzneidosis die gleiche Menge an wirksamkeitsbestimmenden Substanzen enthalten ist. Unerwünschte Inhaltsstoffe hingegen können reduziert oder eliminiert werden. So enthält der Ginkgo Spezialextrakt EGb 761®, der unter anderem in Ceremin® 40mg-Filmtabletten enthalten ist, stets 22 bis 27 Prozent Flavonglykoside und 5 bis 7 Prozent Terpenlactone. Diese Substanzen sind für seine positive Wirkung auf Blut, Gefäße und Gewebe verantwortlich. Andererseits wird die Menge an Ginkgolsäure auf 5 ppm („parts per million“) reduziert, da eine höhere Menge allergische Reaktionen auslösen könnte.

Phytopharmaka unterliegen, im Gegensatz zu Nahrungsergänzungsmittel, ebenso den Richtlinien des Arzneimittelgesetzes wie chemisch-synthetische Medikamente. Vor der Zulassung werden sie hinsichtlich ihrer Wirkung und Verträglichkeit streng geprüft.

Pflanzliche Arzneimittel erfreuen sich heute zunehmender Beliebtheit. Nach vielen Jahren, in denen die Chemie auch bei minder schweren Erkrankungen die Vorherrschaft inne hatte, besinnen sich viele Menschen wieder auf die Wurzeln (in) der Medizin.

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